滕彪文集
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临沂计划生育调查手记
·蒙河边的抗争—临沂计划生育调查手记之一
·“我家亲戚被抓了22口”—临沂计划生育调查手记之二
·她的眼里没有泪水—临沂计划生育调查手记之三
·到办公室上课去!—临沂计划生育调查手记之四
·不扎也得扎!—临沂计划生育调查手记之五
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·向人性宣战—临沂计划生育调查手记之七
·“盯关跟主义”—临沂计划生育调查手记之八
·人性不曾屈服—临沂计划生育调查手记之九
·野蛮是如何炼成的?—临沂计划生育调查手记之十
·后记:
·有谁战胜过真相
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·从上书到公开信
·是谁在“严重威胁社会秩序”?—关于游行示威权利的行政复议申请书
·致陈光诚的一封信
·用微笑来面对那些制造恐惧的人——和高智晟在一起的一个下午
·2+2=4的自由
·推倒「新闻柏林围墙」——透视中国新闻自由的前景
·恢复收容遣送制度等于开历史倒车
·陈光诚案凸显中国法治的困局
·暗夜里的光明之舞
·中国维权运动往何处去?
·陈光诚是如何被定罪的?(补充版)
·Crusader in a legal wilderness
·China’s blind Justice
·China's Political Courts
·以公民的姿态挺身而出/闵家桥
·“最可贵的是她有健康的公民意识”——关于公民王淑荣的对话
·“阳光宪政”的护卫者/民主与法制杂志
·要让好人走到一起,才能合力纠错——奥美定事件亲历者访谈录/南方周末
·李卫平: 被迫走出书斋的维权者——著名维权律师滕彪访谈录
·太阳城:写在第三期“名家说法”被命令取消之后
·滕彪印象/法制日报
·Rule of Law requires our consciousness and responsibility
·临沂野蛮计生与陈光诚事件维权大事记(2006-11-7)
·耻为盛世添顺骨
·中国时报专访:盼与政府互动 和平维权
·滕彪博士:精神家园的守望者/刘爽
·司法改良和公民维权——学而思沙龙的网谈
·学术、政治与生活——2006年12月17日做客沧海论坛在线交流记录
·黎明前的见证
·看看我们的朋友——致受难中的高智晟和他的妻子和孩子
·临沂警匪暴行录
·临沂野蛮计生事件及陈光诚案维权大事记(五——七)
·中国当代宪政主义者的困境和选择/林泽波
·通过汉语改变中国
·茶人滕彪/萧瀚
·崔英杰案:“慎杀时代”的第一个考验
·死刑、司法与中国人权
·废除死刑的中国语境——在第三届世界反死刑大会上的发言
·司法独立,和谐中国——2007年“两会”之际的公民呼吁/许志永 滕彪
·彻底改革司法才能避免滥用死刑
·崔英杰案,在多重反思中寻找契机
·从“两会”看赎回选票运动
·关于尽快将青岛市四方区政府违法拆迁行为纳入法制轨道的法律意见书
·青岛野蛮拆迁:袁薪玉被控放火和妨害公务案一审的当庭辩护意见
·维权书简·戴脚镣的舞者
·被遗忘的谎言——就《成都晚报》事件致中宣部长和教育部长的一封信
·滕彪:可怕的“冤案递增律”
·不是我不明白
·张敏:滕彪律师访美谈中国司法现状与维权
·萧洵:纸包子案记者被判刑引发强烈质疑
·自由亚洲电台:拾荒者遇上联防离奇死亡 孙志刚式悲剧首都重现?
·何亚福 王鑫海 杨支柱等:放开二胎倡议书
·临沂野蛮计生事件及陈光诚案维权大事记(八--九)
·一个案件的真相与两个案件的正义(附:“聂树斌案”到了最危急时刻!)
·滕彪、胡佳:奥运前的中国真相
·郑筱萸案扇了死刑复核程序一记耳光/滕彪 李方平
·“杀害自己孩子的民族没有未来!”
·关于李和平律师被绑架殴打致国务院、最高人民检察院、公安部、国家安全部的公开信(签名中)
·NO FIGHTS,NO RIGHTS——接受博闻社采访谈中国人权现状
·挽包遵信先生
·香港电台铿锵集:扣着脚镣跳舞的中国律师
·那些陌生的人们在我们心底哭泣——推荐一个短片
·关于邮箱被盗用的声明
·《律师法》37条:为律师准备的新陷阱
·保护维权律师,实现法治——采访法学博士滕彪律师/张程
·Six Attorneys Openly Defend Falun Gong in Chinese Court
·李和平 滕彪等:为法轮功学员辩护-宪法至上 信仰自由
·面对暴力的思考与记忆——致李和平
·专访滕彪律师:《律师法》2007修订与维权/RFA张敏
·The Real China before the Olympics/Teng Biao,Hu jia
·我们不能坐等美好的社会到来
·律师:维权人士胡佳将受到起诉
·胡佳被捕 顯示中國要在奧運之前大清場
·人权的价值与正义的利益
·抓捕胡佳意味着什么?
·关于《奥运前的中国真相》一文的说明——声援胡佳之一
·邮箱作废声明
·关于审查和改变《互联网视听节目服务管理规定》部分不适当条款的建议
·胡佳的大爱与大勇
·后极权时代的公民美德与公民责任
·狱中致爱人
·奥运和乞丐不能并存?
·滕彪李苏滨关于青岛于建利涉嫌诽谤罪案的辩护意见
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"Alle sind vorsichtiger geworden"

   "Alle sind vorsichtiger geworden"
   
   https://www.dw.com/de/alle-sind-vorsichtiger-geworden/a-49513921
   
   


   In China vertraten sie vor Gericht Regimekritiker, Bürgerrechtler und gerieten selber in Gefahr. Vor vier Jahren wurden in einer Welle mehr als 300 Menschenrechtsanwälte festgenommen. Ex-Anwalt Teng Biao erinnert sich.
   
    Wang Quanzhang Prozess Protest Menschenrechtsanwalt Prozess (picture-alliance/Zuma/S.C. Leung)
   (Archiv) Aktivisten forderten 2018 in Hongkong die Freilassung vom Rechtsanwalt Wang Quanzhang
   
   Vor vier Jahren, am 09.07.2015, begann in China die Welle von Verhaftungen von über 300 Rechtsanwälten, ihren Assistenten sowie weiteren Aktivisten. Die betroffenen Juristen hatten nicht das Gesetz gebrochen, sondern unbequeme Mandanten vor Gericht vertreten: Regimekritiker, Bürgerrechtler, Unterstützer der Religionsfreiheit, einfache Bürger. Von daher die Bezeichnung "Menschenrechtsanwälte". Die Kampagne wurde später in den betroffenen Kreisen "709-Razzia" genannt.
   
   Deutsche Welle: Wie hat sich die Rolle der Menschenrechtsanwälte in China entwickelt?
   
   Teng Biao: Die überschaubare Gruppe der Menschenrechtsanwälte kämpfte vor der 709-Razzia juristisch für den Rechtsstaat und für den Schutz der Bürgerrechte. Durch die Berichterstattung der internationalen Presse erfuhr die Welt, wie wir uns engagierten und wie China die Menschenrechte und den Rechtsstaat verletzte.
   
    Treffen Aktivisten und Zeugen des Tiananmen Massakers 1989 China Präsident Tsai Ing Wen (Taiwan Presidential Office)
   Ex-Anwalt Teng Biao
   
   Nach der Machtübernahme von Xi Jinping 2013/2014 wurde verstärkt die bis dahin aktive Zivilgesellschaft ins Visier genommen: Rechtsanwälte, Journalisten, Akademiker und religiöse Gruppen. Mit den modernen überwachungsmethoden des Polizeistaats konnten Aktivisten immer besser überwacht werden, so dass viele Aktivitäten vorzeitig entdeckt und beendet wurden.
   
   Welchen Raum hatten und haben Menschenrechtsanwälte in China?
   
   Die Justiz steht seit eh und je unter der Kontrolle der Kommunistischen Partei Chinas, seien es Polizei, Staatsanwaltschaft oder Rechtsanwälte. Unser Engagement fand zunächst Raum, weil sich die Machthaber nicht direkt herausgefordert sahen. Jetzt ist es anders. Alle sind vorsichtiger geworden. Die Anwälte lehnen Mandanten meistens ab, wenn diese in kritische Fälle verwickelt sind, die mit Bürgerrechten zu tun haben. Aber eine Handvoll Anwälte kann die Unabhängigkeit der Justiz auch nicht erkämpfen. Da müsste das ganze politische System verändert werden, um die Menschenrechte systematisch zu schützen.
   
    Wang Quanzhang Prozess Protest Menschenrechtsanwalt Prozess (picture-alliance/Zuma/S.C. Leung)
   (Archiv) Demonstration in Hongkong gegen die Festnahme von Menschenrechtsanwälten
   
   Erinnern Sie sich an die Reaktionen anderer Juristen in China nach der Massenverhaftung ihrer Kollegen?
   
   Zu Beginn der Verhaftungswelle haben sich viele Juristen solidarisch erklärt und juristischen Beistand geleistet. Aber der Umfang und die Geschwindigkeit der Einschüchterungsmaßnahmen waren schneller als erwartet. Die Anwälte der Anwälte sowie die Aktivisten der Zivilgesellschaft wurden entweder von der Polizei geladen oder in Verwaltungshaft genommen. Schließlich wurde fast jeder eingesperrt, der sich noch traute, sich zu artikulieren.
   
    China Guangzhou Volksgerichthof (picture-alliance/AP Photo/P. Traynor))
   Teng: "Justiz seit eh und je unter Kontrolle der KP"
   
   Wie geht es den Menschenrechtsanwälten jetzt?
   
   Nach der 709-Razzia zählten wir rund 50 Anwälte, die die Zulassung verloren oder die die jährliche Prüfung nicht bestanden haben. Viele von ihnen waren eben auf diese kritischen Fälle spezialisiert gewesen. Nach Verlust der Anwaltszulassung war ihre Lebensexistenz bedroht. Einige mussten sich andere Jobs suchen, um sich über Wasser zu halten. Einige der Ex-Anwälte, die nach der Haftstrafe wieder auf freien Fuß kamen, erhielten nach der Freilassung keine angemessene medizinische Versorgung, ihr gesundheitlicher Zustand ist schlecht.
   
   Das Interview führte William Yang in Taiwan.
   
   Dr. Teng Biao (46) war ein Menschenrechtsaktivist und Anwalt. Er vertrat vor Gericht Regimekritiker und forderte die Abschaffung der Todesstrafe, bevor er seine Anwaltszulassung verlor. Vor der 709-Razzia floh er mit Familie ins US-amerikanische Exil. Derzeit ist er Visiting Scholar an der Harvard Law School.
(2019/07/11 发表)
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